Konzeption

Grundlage unserer Arbeit ist ein Bildungsverständnis, das im Berliner Bildungsprogramm folgendermaßen formuliert ist: „Bildung, Erziehung in Krippen und Kindergärten sollen dazu beitragen, dass jedes einzelne Kind gleiche Rechte und gute Chancen für eine lebenswerte Perspektive in der Gesellschaft hat, gleich welchem Geschlecht es angehört, gleich, in welcher sozialen und ökonomischen Situation seine Eltern leben, gleich welcher ethnisch-kulturellen Gruppe es selbst und die Mitglieder seiner Familie angehören. Unabhängig von der Herkunft und seinen individuellen Voraussetzungen soll jedes Kind die Chance haben, seine Absichten, seine Fähigkeiten und seine individuellen Möglichkeiten in die Entwicklung von  Gemeinschaft und Gesellschaft einzubringen. Das entspricht unserer demokratischen Verfassung und einem demokratischen Bildungsverständnis.“ Die Hinwendung zu jedem einzelnen Kind in Ruhe, mit allen Sinnen und der nötigen Sorgfalt, ist seit über 80 Jahren Bestandteil der situativen und religionspädagogischen Arbeit unseres Kindergartens. Durch alle Zeiten hindurch – trotz wechselnder pädagogischer Ansichten – konnten bei uns Kinder in der ihnen eigenen Weise ihren Lebensraum erkunden. Unser Kindergarten ist eine Einrichtung der Jugendhilfe in kirchlicher Trägerschaft und arbeitet im Rahmen des staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrages.

 

Träger, Leitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientieren sich an folgenden Leitlinien:

  1. Wir begleiten Kinder in ihrer Entwicklung und eröffnen ihnen in Ergänzung zur Familie umfassende Lebens- und Lernräume.
  2. Kinder sind Geschöpfe Gottes, die uns bedingungslos vertrauen. Wir haben dieses Vertrauen zu allen Zeiten und in jeder Situation durch Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Authentizität zu stärken.
  3. Wir laden die Kinder zu konkreter und täglicher Begegnung mit unserer Religion ein.
  4. Wir sind offen für Kinder und Eltern anderer religiöser und weltanschaulicher Überzeugungen, sofern sie sich nicht im Widerspruch zu geltendem Recht und demokratischem Verständnis befinden.
  5. Wir inkludieren behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder in unseren Alltag.
  6. Wir gehen auf die Familien der Kinder zu, nehmen ihre vielschichtigen Wünsche und Erwartungen wahr und beteiligen sie aktiv an der Gestaltung des Lebens im Kindergarten.
  7. Unsere evangelische Kindertageseinrichtung ist Teil der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises. Damit bietet sie zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten, seelsorgerliche Angebote und Erfahrungsräume besonderen Charakters.
  8. Der Kindergarten mit seinem Träger ist wesentlicher Teil des öffentlichen Lebens und als solcher in der Region gut vernetzt. Besondere Verbindungen pflegen wir mit pädagogischen und therapeutischen Einrichtungen des Stadtbezirkes Treptow-Köpenick.
  9. Die ausgeprägte Professionalität aller Mitarbeiter*innen sichert die hohe Qualität bei der Umsetzung des Bildungsauftrages des Kindergartens. Durch zielgerichtete Fortbildungen und externe, beratende Begleitung und regelmäßige Evaluierungen entwickeln wir unsere Kompetenzen praxisgerecht und kontinuierlich weiter.
  10. Mit unserer ganzheitlichen Erziehung leisten wir einen prägenden Beitrag zur Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft. Wir sind uns dieser täglichen Verantwortung bewußt.

 

Tageslauf (gekürzt):
Ankommen in Sammelgruppen und Freispielmöglichkeiten + Frühstück in den einzelnen Gruppen + Morgenkreis mit Informationen an die Kinder zu Angeboten und laufenden Projekten + Angebots- und Projektphase, im Krippenbereich mit individuellen Ruhephasen + Mittagessen und anschließende Ruhe- oder Schlafenszeit + Vesper + Freispielzeit mit Angeboten bis zur Abholung der Kinder.

 

Einzel- und Langzeitprojekte, altersgerechte Experimente und unsere Apfel-Uni mit ihren zahlreichen Themen bieten für alle Kinder ausgewogene Sinnesnahrung:

  • Experimente auf Leinwand und Folie
  • Buchstabensuppe – Buchdruck-Woche á la Gutenberg im Kindergarten
  • Kein Haus und doch ein Dach über dem Kopf – Leben in der Zeltstadt
  • Cantolino – generationsverbindendes Singeprojekt
  • Die Apfelbäumchen-Lehmofentage
  • English as a second language
  • Doktor Wald – Essbare, heilende Pflanzen
  • Japan! Japan! – Im Land der aufgehenden Sonne
  • Reformation und Luther – Kann ein „Schinken“ von 1517 noch schmecken?

 

Die Apfel-Uni lehnt sich in Thematiken und Gestaltungsweise an das Berliner Bildungsprogramm und Empfehlungen des Verbandes Evangelischer Tagesstätten für Kinder (VETK) an. Sie dient der systematischen Entwicklung einer zusätzlichen vorschulischen Förderung der Kinder des Kindergartens und umfasst alle Bildungsbereiche: Mathematische und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen, Musik, bildnerisches Gestalten, Sprachen, Kommunikation und Schriftkultur, soziale und kulturelle Umwelt, sowie Körper, Gesundheit und Bewegung. 2015 ist die Qualität des Apfelbäumchens durch Consense (www.consense-qualitaetsmanagement.de) in einem praxisbezogenen Verfahren erfolgreich evaluiert worden.

Geben und nehmen

Neben der täglichen religionspädagogischen Begleitung der Kinder möchten wir unseren Eltern in regelmäßiger Folge einen Entspannungsabend bereiten, ausnahmsweise ohne Kinder. Wir laden sie zur „Feierabend-Lounge“ ein, die neben Konzerten oder Lesungen und einem anschließenden DJ-Set genügend Raum für vertiefende Gespräche und Verabredungen bietet. Für Speisen und Getränke ist gesorgt und es gilt: Einfach mal die Beine baumeln lassen! Zu Gast waren bisher die Musiker der Berliner Madpop-Band Leyan und zuletzt Friedrich & Wiesenhütter – das meiste Gitarrenduo der Welt. Die kamen immerhin schon zum zweiten Mal.

 

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