Sommerfest

Feste sind Höhepunkte in unserem Leben, sie strukturieren und rhythmisieren das Kindergartenjahr. Neben den christlichen Hochfesten wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten feiern wir die wiederkehrenden Umbrüche der Natur, unser großes Sommerfest und natürlich die Geburtstage der Kinder. Thematisch stimmen wir uns mit Liedern, Geschichten, handwerklichem Tun, Beobachtungen in der Natur und dem Schmücken der Räume ein. In sich entwickelnden Erzählrunden führen Kinder und Pädagogen gemeinsam die Aufmerksamkeit auf das Ereignis und sprechen unter anderem über die Bedeutung, Traditionen und Bräuche der Feste.

 

Sommerfest

Keine Frage, Sommerfeste sind Höhepunkte des Kindergartenjahres. Die Kinder werden gemeinsam mit den Eltern und der Gemeinde aktiv, zudem laden wir immer wieder Gäste ein, die der Feier die richtige Würze geben. So hatten wir beim Japan-Fest einen Japanischen Chor und die Pfarrerin der Berliner Japanischen Gemeinde mit ihrer Familie zu Gast. Die Pädagoginnen konnten bei Nobuko einer Teezeremonie beiwohnen, anschließend gemeinsam kochen. Auch die Eltern wurden an verschiedenen Abenden in die fernöstliche Kultur eingeweiht, aus erster Hand eben. Zum Sommerfest werden die künftigen ABC-Schützen verabschiedet und gelegentlich stecken auch die neuen Kinder mit ihren Eltern schon die Nase herein. Traditionell führen unsere Schulabgänger-Eltern für alle Gäste ein Programm auf, das von Jahr zu Jahr sensationeller wird. Sicher gibt es bald eine Einladung nach Las Vegas, mal sehen …

 

Gemeinschaft

Unsere Feste schaffen durch die gemeinschaftlichen Vorbereitungen freudige, verbindende Erlebnisse, an denen auch Eltern, Großeltern, die Gemeinde und zahlreiche Gäste teilhaben. Durch die kleinen und großen Höhepunkte im Jahr kommen wir einander näher und lernen uns kennen – Erwachsene lernen von den Kindern und umgekehrt, unsere gemeinsamen Feste entwickeln Verständnis und Verantwortungsbewußtsein und gegenseitiges Vertrauen. Besonders die von vielen Schultern getragenen Feierlichkeiten stärken die Verankerung des Kindergartens in der Gemeinde und im lokalen Umfeld.

 

Beispiel Ostern

Das Osterfest ist das wichtigste Fest des christlichen Glaubens. Wir feiern die Auferstehung Jesu. Die Kinder erleben gleichzeitig die Veränderungen in der Natur – Neues entsteht und das ganz ohne unser Eingreifen. Einige Kinder haben vorher in der Familie oder auch der Gemeinde die Fastenzeit und die nachfolgende Karwoche als eine Zeit des Innehaltens und der Besinnung erlebt. Im Kindergarten orientieren wir uns am Fastenkalender, der durch die Evangelische Kirche in Deutschland jährlich neu entwickelt wird. Die Impulse dafür kommen auch aus der Gemeinde, von allen Mitarbeitern des Apfelbäumchens und der Elternschaft. Und die Kinder? Sie spüren die Freude, die sie selbst und die Erwachsenen erfasst, wenn sich das Osterfest nähert. Mit Geschichten und Beschreibungen, kleinen Anspielen, Liedern, Versen und Basteleien stimmen sich die Kinder auf das Fest ein. Die Kinder entwickeln nebenbei handwerkliche Fähigkeiten, aber auch Ideen für leckere Speisen und künftige Zutaten-Zusammenstellungen. Gemeinsam gestalten und schmücken wir unsere Räume. Unsere Kinder hören die überlieferte biblische Geschichte, die beschreibt, wie Jesus zu damaliger Zeit gelebt hat und was ihm widerfahren ist; die Kinder bringen Lieder und Spiele in den abschließenden Ostersonntags-Gottesdienst ein. Im Anschluß an den Gottesdienst suchen die Kinder im Garten der Kirche die Osternester und führen christliche Tradition und überliefertes Brauchtum zusammen. Viele Feste im Kalender- und Kindergartenjahr sind christlichen Ursprungs. Immer mehr geraten die Ursprünge von Weihnachten, Ostern oder Martinsfest in Vergessenheit. Im Apfelbäumchen wollen wir die Feste auf ihren Ursprung zurückführen und den Kindern gemeinsam mit Eltern, Großeltern und Gemeindegliedern Grundlagen unserer Kultur vermitteln.